Burnout Betroffene, Angehörigen und Therapeuten berichten von Ihren Erfahrungen mit dem Burnout-Syndrom
Burnout und Depressionen gehören zu den weitverbreitesten Volkskrankheiten der heutigen Zeit. Sie sind nicht allein, also nutzen Sie die Möglichkeit und tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen aus. Lernen sie durch Erfahrungsberichte anderer, wie sie mit Burnout umgegangen sind, welche Therapie Ihnen geholfen hat oder welche präventiven Maßnahmen am besten geholfen haben. Schreiben Sie Ihre eigene Geschichte und machen anderen damit Mut oder tauschen Sie sich gleich im Burnout Forum miteinander aus.
Auch in der imedo-Gemeinschaft, finden Sie ebenfalls die Möglichkeit zum aktiven Austausch mit anderen Betroffenen in Burnout Gruppen http://www.imedo.de/group/overview/index/183-burnout. Tauschen Sie sich jetzt aus zu Krankheit, Symptomen, Therapien und Erfahrungen.
Ich habe das Risiko des Burnout unterschätzt
Bei mir fing alles mit meinem neuen Job an. Es war eine Mischung aus Angst den neuen Anforderungen nicht gerecht werden zu können, nicht versagen zu wollen und gleichzeitig Anerkennung und Bestätigung über meine Arbeit zu finden. Dadurch verspürte ich unaufhörlich den Drang viel erledigen, viel abarbeiten zu WOLLEN, sehnte mich nach dem Gefühl, all die To Dos von der Liste zu streichen, der Lage wieder Herr zu werden. Ich wollte tatsächlich effizient sein, nichts zu tun war für mich reine Zeitverschwendung.
Ich nahm mir Arbeit mit nach Hause, freute mich auf das Wochenende wegen dem Gefühl damit Arbeit erledigen zu können, das Pensum wieder in den Griff zu bekommen. Private Verpflichtungen in der Freizeit empfand ich plötzlich als Stress und Belastung, weil mir damit Zeit fehlte, um die Arbeit einzuholen. Ich nahm mir immer weniger Zeit für Familie und Freunde.
Mit der Zeit aufkommende Sorgen von meinen Angehörigen habe ich gar nicht ernst genommen und es als vorübergehende Phase abgetan, weil ich eben geglaubt habe je fleißiger und effizienter ich jetzt bin, desto eher kann ich meine To Dos wieder überblicken und habe wieder den Kopf für Privates. Nur wuchs der Berg an Aufgaben mit dem gleichen Tempo, wie ich sie abhaken konnte. Das würde sich auch nicht ändern, der naive Gedanke, nur mit stetigem Fleiß und viel Arbeit schon bald wieder den Kopf für Privates und Zeit für Entspannung zu finden aber blieb und so entsteht dieser Teufelskreis.
In dem Glauben die Ursachen für Burnout liegen in Arbeit, die einem keinen Spaß macht, dass nur die, die morgens aufwachen und nicht zur Arbeit wollen Gefahr laufen an Burnout zu erkranken, sah ich mich gar nicht gefährdet und erkannte die Stressspirale gar nicht, in der ich mich befand. Jetzt weiß ich, dass gerade die, die To Dos abarbeiten wollen und effizient sein wollen gefährdet sind und wie ich viel zu spät erkennen, dass man auf dem direkten Weg zum Burnout ist.
Ich will gar nicht sagen, dass ich ausgebrannt bin oder war oder gar an Burnout litt, nur, dass ich ohne es zu merken darauf zugesteuert bin und froh darüber bin, die Gefahr erkannt zu haben und nun zu wissen, dass es jeden treffen kann – und das schneller, als man glaubt. Nur auf Drängen meiner besorgten Familie beschäftigte ich mich mit dem Thema. Nur dadurch wurden mir die Warnsignale erst als solche bewusst und mir klar, dass ich besser auf mich aufpassen muss.
Jana B. (32)
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